Dandelion von Umi (Eine OC/Seto/Yami-Yugi Dreiecksgeschichte) ================================================================================ Kapitel 8: Do you remember... ----------------------------- "Ai-Lin?" "Hm?" "Fang!" Um ein Haar wäre dem Mädchen das kleine Päckchen aus den Fingern gerutscht, aber in letzter Sekunde erwischte sie es noch. Überrascht sah sie zu ihrem Freund. "Gibts einen besonderen Anlass?" Kaibas rechte Augenbraue zuckte nach oben und sein Blick kühlte ein Stück aus. "Ich dachte eigentlich, dass gerade Frauen sich so was merken..." Nao legte nur nachdenklich den Kopf schief. Merken... war heute irgendein bestimmtes Datum? "Weißt du was, vergiss es. Machs einfach auf, okay?" "Na schön..." Es raschelte leise und das schwarze Seidenpapier glitt zu Boden. "Das hast du aber nicht selbst verpackt, oder?" "Was soll die Frage?" "Das Papier sieht so glatt aus. Hast du es einem deiner Dienstmädchen gegeben?" "Soll das eine Anspielung auf irgendwas sein?" "Ach, nö... nicht so wichtig..." "Wenn du nicht langsam hinmachst, steck ich es wieder ein." Langsam aber sicher verlor der junge Firmenchef die Geduld. Seine Freundin murrte nur leise und öffnete das Kästchen. Plötzlich breitete sich ein weiches Lächeln auf ihrem Gesicht aus und sie strich behutsam über den kleinen roten Talisman, der zum Vorschein kam. "Genki... Lebenskraft..." Sie schaute auf. "Woher hast du den?" "Klassenfahrt, einer von den hundert Tempeln, zu denen wir gescheucht wurden. Du magst doch rot und sonst passt das Ding auch..." "Danke. Der passt wirklich, kommt an meine Schultasche." Stille. "Vierteljährliches." "Was?" Kaiba knurrte leise und setzte sich wieder an seinen Computer. "Ich sagte vierteljährliches. Heute vor drei Monaten war diese alberne Spendengala, falls du dich noch daran erinnerst." Jetzt machte es auch bei Nao klick. "Stimmt ja! Heute früh hab ich noch dran gedacht... wow..." Sie trat hinter den Älteren und flüsterte leise in sein Ohr. "Jetzt ertragen wir uns schon ein Vierteljahr... drei Monate... das sind 12 Wochenenden plus Ausnahmetreffen." "Rechnen kann ich auch selbst." "Krieg ich nicht mal n Kuss?" "Du hast schon diesen komischen Talisman gekriegt, reicht der nicht?" Die 17jährige richtete sich auf und seufzte. "Gut, dann geh ich eben meinen Gefrierschrank knutschen. Da kleb ich wenigstens nicht ganz so oft fest wie bei dir." "Danke für das Kompliment. Und jetzt muss ich dich erst mal rauswerfen." "Weißt du, Seto, du musst mich dringend mal besuchen." Der Angesprochene schaute vom Bildschirm auf. "Wieso?" "Damit ich dich endlich auch mal eiskalt vor die Tür setzen kann. Das ist so ein hammergeiles Gefühl, das will ich dir nicht vorenthalten." "Ich komm gern ein andermal auf das Angebot zurück." "Dann wär ja alles geklärt." Sie schmunzelte. "Find ich... ähm... cool, dass du dran gedacht hast... mit dem Vierteljährlichen mein ich... Bis Freitag dann." Ein Nicken. "Bis übermorgen." "Daisuki da, Seto." Schon fiel die Tür ins Schloss. Der junge Firmenchef sah seiner Freundin leicht verwirrt hinterher. Was hatte sie gerade gesagt? "Ich hab dich lieb"? Verglichen mit den Standardbeziehungen aus Film und Fernsehen war das vielleicht etwas lasch und nichts Besonderes, aber dafür, dass sie sich seit drei Monaten regelmäßig trafen und bisher nie auch nur ansatzweise so was wie Gefühle im kommunikativen Sinne austauschten - abgesehen von ein paar wenigen "Ich mag dich" von ihr oder einem Nicken seinerseits - war dieser Abschiedssatz eben fast schon spektakulär. Hoffentlich musste er sich jetzt nicht auch irgendwie steigern, was das anging... darin war er nämlich mehr als nur miserabel - und Erfahrung war in seinem Fall nicht einmal nötig, um sich dessen hundertprozentig sicher sein zu können. Und was die Sache mit dem Kuss anbelangte... Zum einen war er ein wenig... nun ja... "angesäuert", dass sie vergessen hatte, welcher Tag war. So war die Tatsache, dass er daran gedacht hatte nämlich nichts Selbstverständliches, was getrost im Alltag untergehen und wieder vergessen werden konnte. Jetzt würde sie sich das merken. Und auf der anderen Seite... war er sich nicht ganz sicher, ob sie nicht vielleicht irgendwie Yugi herausschmecken konnte, wenn sie ihn küsste. Gut, sie konnte ja nicht wissen, wie er schmeckte... Und ja, er hatte gleich nach der Schule lange und ausgiebig Zähne geputzt... Aber sobald er auch nur an seinen Erzrivalen dachte, hatte er den Geschmack von Kirschlollies auf der Zunge... roch diesen klebrigen, künstlichen und zuckersüßen Duft, von dem einem fast schon schlecht werden konnte... Leise murrend schüttelte Kaiba den Kopf und wandte sich wieder seiner Arbeit zu. Es gab wichtigeres als Yugi. Diese kleinen Spielereien im Umkleideraum, auf dem Schulklo, in der einen Besenkammer und auf dem Lehrertisch nach Unterrichtsende waren nur die Nachwirkungen von der Klassenfahrt und würden ganz bestimmt bald nachlassen... "Ich hab aber keine Lust, da hin zu gehen, Oto-san." "Nun komm schon, das wird schon nicht so schlimm. Ai-chan, bitte..." "Warum gehst du denn nicht hin?" "Ich... ah! Hörst du? Dein Telefon klingelt." Sichtlich erleichtert, dass er nicht antworten musste, reichte Nao-san seiner Tochter ihr Handy. Diese warf ihm nur einen missbilligenden Blick zu und klappte das Gerät dann auf. "Ja? ... Wer ist da? ... Wer ist "ich"? ... Mokuba! Hi! Na, wie geht's?" Neugierig lehnte sich Naos Vater nach vorn, um mehr vom Gespräch mitzubekommen. "Auch gut, auch gut. Woher hast du meine Nummer?" "Ähm... okay..." "Wieso fragst du?" Nao ahnte bereits, worauf das Ganze hinaus lief. "... Kannst du den Film nicht einfach aufnehmen? Oder dir im Internet runterladen? Oder in der Videothek ausleihen?" "Und du bist wie alt?" <12, wieso?> "Ich denke mal, das hat Gründe, warum der ab 18 ist und so spät kommt..." "Ich geh nicht auf diese Gala, vergiss es. Tut mir leid, unsre Freundschaft in Ehren, aber ich werd mich weder mit noch ohne deinen Bruder dort zeigen." "Und da dachtest du, wenn du ne dumme Tussi anredest, dann geht er..." <...> "Sorry, Mokuba. Aber ich hab auch noch irgendwo meinen Stolz und ich werde garantiert nicht wie ein dummer Groupie angekrochen kommen und ihn anflehen, dass er mit mir da hin geht." "Danke für die Blumen." "... Ist das ein Witz?" "Ist irgendwas passiert?" "Ich denke, dass er auch ohne mich überlebt." "Nein. Ich werde auf keinen Fall da hin gehen!" "Ich wurde gezwungen." "Ich auch." "Gut." "Gut." Stille und knapp ein Meter Abstand - und das auf der Rückbank einer etwa vier Meter langen Limousine. "Wie hat er dich eigentlich überredet?" "Er hat gebettelt. Und jetzt sei still, ich habe keine Lust, mit dir zu reden, okay?" Nao seufzte nur und schaute dann, wie ihr Begleiter, zum Fenster hinaus. Wahnsinn. Der Abend ihrer Träume... eine öde Spendengala, ein ungesprächiger und abweisender Kaiba und beides zusammen für knapp zwei Stunden plus Bankett. Sie war eindeutig ein zu guter Mensch... ein viel zu guter Mensch... vor allem zu kleinen Kindern und das, obwohl sie die normalerweise nicht mal mochte. Gut, Mokuba war eine Ausnahme, aber der war ja auch nicht mehr sooo klein... und immerhin hatte er sogar seinen Bruder rumgekriegt, also war sie wenigstens nicht das einzige Opfer. Ihr Vater hatte sich wie ein Schneekönig gefreut, als sie am Ende des einstündigen Telefonats endlich soweit mit den Nerven runter war, dass sie bereitwillig zu allem Ja und Amen sagte, worum der Kleine sie bat. Na ja, fast allem... Abholen musste er sie schon. Und wahrscheinlich war auch genau das der Grund, weshalb ihr Begleiter eine fast schon beängstigend schlechte Laune hatte. Zusätzlich zu dieser skandalösen Erniedrigung, ein hübsches Mädchen abholen zu müssen, kam sicher auch noch seine horrorhafte Erinnerung an das letzte Geschäftsessen dazu, inklusive der wundervollen Tatsache, dass ihr sein kleiner "Schwips" - wenn man es denn nach Mokubas tragischen Erzählungen überhaupt noch so nennen konnte - nicht entgangen war. Er hatte sich ja sogar irgendwie mit ihr unterhalten... unterhalten! Das musste man sich mal vorstellen! Nao schüttelte leicht den Kopf und fuhr sich durch die langen Haare. Himmel, worauf hatte sie sich da eingelassen? Aber irgendwo tief in ihr drin steckte wohl so etwas wie eine masochistische Ader... sonst würde sie sich seine Nähe nicht schon wieder antun... freiwillig antun! An den Stress, den dieser gemeinsame Auftritt in der Schule auslösen würde, wollte sie erst gar nicht denken. Sie sah schon die eifersüchtigen Fratzen einiger ihrer Klassen"kameradinnen" vor sich... Grau-en-haft! "Wir sind gleich da." Na so was! Monsieur sprach sie an? Womit hatte sie sich denn diese Ehre verdient? Jetzt drehte er sich sogar zu ihr um... aber sein abwertender Blick holte das Mädchen sofort wieder auf den Teppich herunter. "Hier die Regeln: Du fasst mich nicht an, so lange es sich vermeiden lässt. Das selbe gilt für Reden, Anstarren und spurlos irgendwo verschwinden, verstanden?" "Unter einer Bedingung: du hältst dich an die selben Regeln." Wenn Blicke töten könnten... "Mal so nebenbei, was verstehst du unter "so lange es sich vermeiden lässt"? Gibts irgendwelche Situationen, auf die ich gefasst sein muss, was das Anfassen angeht?" "Nur ein paar alberne Benimm-Regeln beim Betreten des Bankettsaals, die dir hoffentlich bekannt sind." "Die gleichen Regeln wie in Restaurants?" Ein Nicken. "Gut, dann weiß ich Bescheid. Ach ja, Seto?" Wieder der bitterböse Eisblick. War es ihr neuerdings verboten, ihn mit dem Vornamen anzureden? "Blamier mich nicht." Holla, so ein bedrohliches Knurren schaffte noch nicht mal ihr Wachhund daheim... Die Limousine kam zum Stillstand und draußen war bereits das Blitzlichtgewitter und das Stimmengewirr der Presseleute zu hören. Na das konnte ja heiter werden... Langweilig! Langweilig, langweilig, langweilig! Klar, es war für eine gute Sache, es ging um Spenden für irgendwelche Waisenhäuser und Kaiba - der von seiner Begleiterin doch das eine oder andere Mal "verbotenerweise" angeschaut wurde - schien sein Interesse daran nicht einmal zu heucheln... aber warum musste die ganze Veranstaltung nur aus lahmen Reden und Bildern halb verfallener Gebäude bestehen? Sicher, es war schon schlimm, wie verwahrlost einige davon waren und jedem war klar, dass der reichste der Anwesenden nur zu gut wusste, wie diese Waisenhäuser von innen aussahen - der Presse blieb einfach nichts verborgen - aber wäre es nicht hilfreicher gewesen, einfach nur so zu spenden, ohne Millionen von Yen für diese Feier auszugeben? Aber nein, es kamen schließlich berühmte Leute, da durfte Presse, glitzernde Deko und Champagner für alle eben nicht fehlen. Um ein Haar wäre Nao eingeschlafen, aber Kaibas tötender Blick, als sie ihm das Sektglas in Mokubas Namen wegnehmen wollte, hatte jede Form von Müdigkeit regelrecht aus ihr herausgeprügelt. Wahrscheinlich wäre es doch klüger gewesen so zu tun, als hätte sie die ganze Angelegenheit bereits vergessen... aber sie war eine miserable Lügnerin und hatte es seinem Bruder schließlich versprochen. Und wenigstens beachtete ihr Begleiter sie, sobald sie sich mit Anlauf in das nächste Fettnäpfchen warf. Es war nur kurz und meist mit der Absicht, sie mit imaginären Eiszapfen aufzuspießen... aber besser als gar nichts und irgendwie musste sie ihre Streitlust schließlich auch ausleben. Lautlos seufzend warf das Mädchen einen Blick auf die Uhr. Schon halb 10... na super. Plötzlich kassierte sie einen leichten Hieb in die Rippen und ein bedrohliches Zischen drang an ihr Ohr. "Steh auf, los. Es geht zum Essen, also benimm dich." Hallo? Sie war doch den bisherigen Abend über wirklich mehr als nur brav gewesen... Trotzdem verkniff sie sich den Ellenbogenhieb in seine Taille, so sehr es sie auch reizte. Noch waren sie unter Leuten und noch liefen überall Fotografen und Kameraleute herum... also folgte sie ihm schweigend in den Bankettsaal und lächelte einfach artig, als fände sie die ganze Veranstaltung unglaublich spannend und ihren Begleiter atemberaubend charmant. Letzteres sollte allerdings schneller Realität werden, als sie gedacht hatte... in Form der von ihm als "albern" betitelten Benimm-Regeln. Es fing bereits an der Tür an, die er ihr aufhielt. Diese mehr oder weniger erzwungene Geste genießend blieb sie nach dem Eintritt stehen und wartete auf ihn. Kaum dass er neben ihr stand, legte sie ihre Hand an seinen Ellenbogen und ging gemeinsam mit ihm der Bedienung entgegen. Diese unfreiwillige Berührung schien ihm wenigstens mindestens genauso unangenehm zu sein wie ihr... Erst als die junge Kellnerin vor ihnen stand, lösten sie sich wieder voneinander und Nao folgte der Frau bis an ihren Tisch und wartete dort auf ihren Begleiter, der den Sitten gemäß das Schlusslicht dieser Minikarawane gebildet hatte. Der kulturelle Höhepunkt des Abends bestand für ihn höchstwahrscheinlich darin, ihr den Stuhl anzubieten und zurecht zu rücken, wenn man seinem Blick Glauben schenken konnte. Schließlich setzte auch er sich und der schlimmste Teil der Veranstaltung war überstanden. Das Bankett an sich verlief eigentlich reibungslos, bis auf die Auster, die in hohem Bogen Naos Teller verließ und im Wasserglas ihres Gegenübers landete. Auf den bereits gewohnten Eisblick konterte die Schuldige nur mit einem knappen "Auf die Rückkehr nach Hause" und prostete Kaiba zu, dessen rechtes Auge schon bedrohlich zu zucken begann... Endlich wieder Ruhe. Erschöpft ließ Nao sich in den Sitz der Limousine sinken und gähnte erst einmal herzhaft. Ihrem Begleiter schien es nicht anders zu gehen, trotzdem verkniff er sich diese eigentlich einfach nur menschliche Geste der Müdigkeit, holte kurz tief Luft und setzte sich dann mit verschränkten Armen neben sie. Der Chauffeur schloss die Tür, begab sich ans Lenkrad und schon ging es heimwärts. "Du starrst mich schon wieder an." "Ich weiß." "Ich hab dir schon mal gesagt, dass ich das nicht ausstehen kann." "So? Wann denn?" "Als-" Er verstummte. War das eine Art Friedensangebot ihrerseits? Oder warum tat sie sonst so, als hätte sie dieses Geschäftsessen vor ein paar Wochen vergessen...? Um das Thema nicht wieder aufzuwärmen, winkte der junge Firmenchef nur ab und sagte erst einmal nichts mehr. Gut, das mit dem Friedensangebot war vielleicht etwas übereilt, scheinbar machte es ihr doch einfach nur Spaß, ihn dumm von der Seite anzustieren... "Was soll das?" "Was denn?" "Warum glotzt du mich andauernd an?" "Soll ich ehrlich sein?" Ein leises Knurren. "Ich bitte darum." "Ich denk gerade über dich nach." Seelenruhig zupfte Nao an einer ihrer Haarsträhnen herum und erwiderte seinen eher verständnislosen Blick gelassen. "Wie darf ich das verstehen?" "So wie ich das gesagt habe. Ich schaue dich an, weil ich über dich nachdenke." "Genaueres, bitte." Sie schmunzelte. "Sag bloß, du willst mit mir reden." "Wenn du über mich nachdenkst, hab ich ein Recht auf Details, oder etwa nicht?" "Nicht wirklich, aber wenn es dich interessiert..." Das Mädchen setzte sich gerade hin. "Ich hab mich nur gerade daran erinnert, dass du dich ziemlich verändert hast. Du warst als Kind einfach zum Knuddeln." Ohne sich vom gereizten Zucken seines rechten Auges stören zu lassen, fuhr Nao fort. "Und jetzt bist du plötzlich so erwachsen... und das Schlimme ist, dass es bei mir das selbe ist. In etwas weniger als einem Jahr werde ich 18... dann mach ich auch schon meinen Abschluss und ziehe vielleicht weg... Und wer weiß, was dann passiert. Um ehrlich zu sein hab ich keine Lust, erwachsen zu sein. Die paar Jahre, die hinter mir liegen, können doch eigentlich nicht alles gewesen sein, was ich an "Jugend" erlebt hab... Himmel, ich weiß noch nicht mal, wie es ist, eine richtige Beziehung zu haben... ich bin noch nie ziellos durchs Land gereist, nur um des Reisens willen... und ich hab noch nicht halb so viel von der Welt gesehen, wie ich eigentlich vorgehabt hatte..." Ein leises Seufzen. "Und um noch ehrlicher zu sein, ich hab mir gerade vorgestellt, wie du wohl aussiehst, wenn du mal ausnahmsweise lächelst. Ich will dich auf keinen Fall irgendwie dazu bringen, das jetzt zu tun oder so, ich stell mir das nur gerne mal vor... Wahrscheinlich siehst du mit so einem Lächeln nicht nur menschlicher aus, sondern auch unglaublich... süß..." Leichtes Grinsen. "Aber süß passt nicht zu deinem Image... zu meinem eigentlich auch nicht, aber seit ich wieder hier bin, gewöhn ich mir das irgendwie an." Stille. "Was ist? Du wolltest doch Details, oder nicht?" Kaiba nickte und wandte sich dann wortlos ab. Er war es gewohnt, dass man versuchte, ihn zu ändern. Alle versuchten das. Yugi und sein dummer Anhang... sogar Mokuba hatte schon bemängelt, dass er immer so abweisend war... Immer war er anderen Leuten entweder zu weich oder zu kalt, egal wann, egal wem. Dass ausnahmsweise mal jemand nicht in seinen Beweggründen herumstocherte und ihn einfach so akzeptierte, wie er sich gab, war neu. Und noch war sich der junge Firmenchef nicht sicher, wie er diese Situation einordnen, bewerten und darauf reagieren sollte. "Ich mag dich." Leicht überrumpelt drehte Kaiba sich um. "Was?" Seine Begleiterin lächelte ein bisschen... es wirkte fast schon ein wenig hilflos, so als wäre sie sich nicht mehr sicher, ob sie vielleicht ein wenig zu viel geplaudert hatte. "Ich sagte... ich mag dich." "Und warum?" "Weil ich starke Menschen, die sich von anderen nicht beeinflussen lassen und ihr Leben selbst im Griff haben, respektiere und du mir in letzter Zeit sympathisch geworden bist. Ich mag den jetzigen Seto genauso, wie ich den Seto von früher mag." Wieder schlich sich ein Schmunzeln auf ihre Lippen. "Außerdem macht es Spaß, mit dir zu streiten." "Wie kommt's eigentlich, dass du so viel redest und noch immer keine Fusseln am Mund kleben hast?" "Übung, Übung und noch mehr Übung." "Und womit hab ich mir diese Ansammlung ehrlicher Antworten auf alles verdient?" "Keine Ahnung... wahrscheinlich damit, dass ich dich beim Reden ungeniert anstarren darf, ohne dafür runtergeputzt zu werden." "..." "Und damit, dass ich schon eine ganze Weile deine Hand festhalte und du das noch nicht mal gemerkt hast. Du lässt dich einfach wunderbar ablenken." Ohne weiter auf ihre Worte zu reagieren, wandte der Ältere sich ab. Sollte sie doch reden und festhalten was sie wollte... Und zweiteres tat sie auch, bis die Limousine vor der Nao'schen Villa zum Stehen kam und beide sich mit einem knappen "Oyasumi" voneinander verabschiedeten. __________________________________________________ Zwei Dinge: 1. Ich hoffe, dass jetzt keiner denkt, Seto hätte beim Kauf des Talismans an das Vierteljährliche gedacht ôo Ist ihm erst später irgendwann eingefallen und war ne wunderbare Ausrede, um ihr das zu schenken XD 2. Und das Gespräch am Ende ist natürlich noch rein freundschaftlicher Natur ^^ Sie haben sich eben so regelmäßig getroffen danach... halt irgendwann angefangen, rumzumachen, was weiß ich, wann und wie XD' Und falls es wer bemerkt hat: noch mag Moku Nao... noch hat er nicht den Eindruck, Seto und sie würden zu viel Zeit miteinander verbringen... MarySue ist ein unglaublich schweres Genre, wenn man versucht, nicht ooc zu werden x_X Man muss einen dem Leser unbekannten Chara vorstellen und ihn "schmackhaft" machen... muss es halbwegs glaubhaft rüberbringen, wieso die eigentlich Zeit miteinander verbringen ohne eben ooc zu werden... Man muss erst mal Gründe erfinden, weshalb die überhaupt Umgang miteinander haben! @.@ Ist mir so beim Schreiben aufgefallen, wollt es nur mal erwähnt haben... Vielleicht ist's ja niemandem aufgefallen, aber Ati, Yugi, Matt, Natsu und Haru sind gar nicht direkt aufgetaucht XD'''' Hm, muss mal sein, damit das Gleichgewicht gewahrt bleibt, wenn irgendwann mehr Ati kommt und so o_o Irgendwann schreib ich vielleicht noch, warum Nao nichts dagegen unternimmt, dass die Beziehung so kühl ist ^^'' (abgesehen von dem unbeobachteten Rummachen und dem Sex, den ich nicht explizit beschreiben werde XD') Und schon ist das Schlusswort wieder fast länger als der Rest des Kapitels >.>'' Lassen wir's einfach ^^'' *winkz und weg* Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)